Die Witwe Helene Weiß wohnt mit ihren Zwillingen in Berlin. Die 15-jährigen Söhne wandern 1936 nach England aus, sie selbst bleibt mit ihrem Verlobten Berthold Harz in Berlin. Ihre Auswanderungspläne scheitern. Im August 1941 wird sie zur Zwangsarbeit verpflichtet. Harz wird Ende 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Zwei Monate später taucht Helene Weiß unter. Bis Sommer 1943 kann sie bei einer Freundin wohnen. Als diese die Entdeckung fürchtet, wird Weiß von der Musiklehrerin Else Hamel aufgenommen, ihrer ehemaligen Untermieterin. Helene Weiß nennt sich nun Schulz und färbt sich zur Tarnung die Haare.
Ab Ende 1943 versteckt sich Helene Weiß abwechselnd in der Kleinstadt Mohrin (heute Moryń in Polen) und in Berlin bei verschiedenen Helfer*innen.
Anfang März 1945 droht sie zu verhungern und schmuggelt sich in einen Flüchtlingszug nach Hessen. Als angeblicher Flüchtling aus dem Osten findet sie Zuflucht in einem Restaurant im hessischen Zell. Sie kocht, näht, arbeitet auf dem Feld und bekommt dafür Lebensmittel. Sie erleidet einen schweren Herzanfall und wird behandelt. Ende April 1945 erlebt sie in Zell die Befreiung. 1947 wandert sie in die USA aus und nennt sich Helene White.
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