Wiktoria Ulma geb. Niemczak

geb. 10. Dezember 1912 in Markowa – gest. 24. März 1944 in Markowa
Helfer*in
Fotografie: Wiktoria Ulma, Markowa, 1940er-Jahre

Wiktoria Ulma lebt im Dorf Markowa im Südosten Polens. 1935 heiratet sie Józef Ulma. 1936 kommt ihre erste Tochter Stanisława zur Welt. Es folgen weitere Kinder: Barbara (*1937), Władysław (*1938), Franciszek (*1940), Antoni (*1941) und Maria (*1942).
1939 besetzen deutsche Truppen Markowa. Sie unterdrücken die örtliche Bevölkerung. Wiktoria Ulma wird Zeugin der Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden.
Im Herbst 1942 bittet die jüdische Familie Goldman die Ulmas um ein Versteck. Obwohl für die Hilfe für Jüdinnen und Juden in Polen die Todesstrafe droht, nehmen Wiktoria und Józef Ulma insgesamt acht Jüdinnen und Juden auf und verstecken sie auf dem Dachboden.
Um so viele Menschen ernähren zu können, kauft Wiktoria Ulma große Mengen an Nahrungsmitteln. Das sorgt für Aufmerksamkeit. Die Ulmas werden denunziert. Am 24. März 1944 treffen deutsche und polnische Polizisten bei Ulmas ein. Sie finden die Untergetauchten und erschießen sie, teilweise im Schlaf. Auch die schwangere Wiktoria und ihr Mann sowie ihre sechs Kinder werden kurz darauf erschossen.
1995 ehrt die Gedenkstätte Yad Vashem Wiktoria Ulma posthum als „Gerechte unter den Völkern“.

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