Vili Friš

geb. 6. Januar 1910 in Cēsis – gest. 28. Mai 1979 in Riga
Verfolgte*r
Fotografie: Vili Friš, Riga 1930er-Jahre

Vili Friš wohnt in Riga. Im Juli 1941 besetzen deutsche Truppen die Stadt. Wenige Wochen später muss Friš in das Ghetto ziehen. Dort lebt er unter schwierigen Lebensverhältnissen, und wird Zeuge zahlreicher Mordaktionen. Er plant die Flucht aus dem Ghetto. Seine Bekannte Emīlija Ābele hilft ihm dabei. Als Ābele im Herbst 1943 ein Versteck für Friš findet, flieht er zusammen mit einem anderen Ghettoinsassen aus dem Ghetto.
Sie verstecken sich in einem Rigaer Garten in einem Wasserbehälter aus Beton. Doch sie brauchen ein anderes Versteck, denn der Wasserbehälter ist sehr eng und kalt. Ābele stellt daher den Kontakt zu Jānis Lipke her, der jüdischen Verfolgten hilft. Lipke bringt Friš zu Familie Rozentāls in Miltiņi. Später kommt Friš auf dem Bauernhof Mežamaki nahe Dobele bei den Geschwistern Jānis, Lidija und Elza Millers unter. Friš baut dort einen unterirdischen Bunker für sich und andere Untergetauchte. Im Juli 1944 werden vier auf Mežamaki versteckte Juden von deutschen Soldaten und lettischen Kollaborateuren entdeckt und erschossen. Friš überlebt, weil er sich zu dem Zeitpunkt in Dobele aufhält. Nach dem Krieg heiratet er Emīlija Ābele.

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