Heinz (Jindřich) Prossnitz lebt in Prag. Er ist Mitglied der Makkabi Hatzair, einer zionistischen Jugendgruppe. Deren Leiter ist Fredy Hirsch. Mit Einrichtung des Protektorats Böhmen und Mähren 1939 beginnt in Prag die Judenverfolgung. Prossnitz versucht vergeblich, nach Palästina zu fliehen. 1941 werden die ersten Prager Jüdinnen und Juden in das Ghetto Litzmannstadt verschleppt, darunter auch Mitglieder von Makkabi Hatzair. Prossnitz sammelt Spenden für sie.
Ab Ende 1942 führen die Deportationen aus Prag in das Ghetto Theresienstadt. Prossnitz’ Vater arbeitet in der Finanzabteilung der Prager jüdischen Gemeinde, daher bleibt die Familie zunächst verschont. Zusammen mit seinen Freundinnen Edith Březinová und Erika Wolfová schickt Prossnitz Briefe und Lebensmittelpakete nach Theresienstadt. Die meisten Internierten werden ab 1942 von Theresienstadt in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Auch dorthin kann die Gruppe um Prossnitz Pakete schicken. So bekommt etwa Fredy Hirsch regelmäßig Pakete von Prossnitz.
Im Oktober 1944 wird Heinz Prossnitz mit seinen Eltern nach Theresienstadt und später nach Auschwitz-Birkenau verschleppt. Dort werden sie sofort ermordet.
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