Alfred Hirsch

geb. 11. Februar 1916 in Aachen – gest. 8. März 1944 in Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
Verfolgte*r und Helfer*in
Fotografie: Alfred Hirsch, undatiert

Alfred (Fredy) Hirsch lebt in Aachen. Er leitet eine jüdische Pfadfindergruppe. Weil er in Deutschland als Jude verfolgt wird, flieht er 1935 in die Tschechoslowakei. Dort lernt er seinen späteren Lebenspartner Jan Mautner kennen. Beide unterrichten Sport bei dem zionistischen Sportverein Makkabi Hatzair in Brünn.
Im März 1939 marschieren deutsche Truppen in die Tschechoslowakei ein. Hirsch und Leitner werden nun auch hier verfolgt. Sie ziehen nach Prag. Dort arbeitet Hirsch in der Jugendfürsorge der Jüdischen Gemeinde und bereitet Jugendliche auf die Auswanderung in das britische Mandatsgebiet Palästina vor. Ab Dezember 1941 ist er als Erzieher im Ghetto Theresienstadt tätig und leitet die Jugendfürsorge des Ghettos. Im Herbst 1943 wird Hirsch mit weiteren Ghettoinsass*innen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt. Er erwirkt, dass den Kindern ein spezieller Block zugewiesen wird und wird dessen Leiter. Im Kinderblock herrschen bessere Lebensbedingungen und die Kinder werden heimlich unterrichtet. Im März 1944 sollen die von Hirsch betreuten Kinder ermordet werden. Kurz nachdem er davon erfahren hat, stirbt Fredy Hirsch an einer Überdosis Beruhigungsmittel.

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