Margarete Nebel und ihr Mann Erich müssen nach den Novemberpogromen 1938 ihr Kaufhaus in Oberschlesien aufgeben. Margarete Nebels Mann emigriert 1939 nach England, ihr selbst gelingt dies nicht mehr. Sie zieht nach Berlin. Dort leistet sie ab Dezember 1940 Zwangsarbeit. Ende 1942 taucht sie mit ihrer Freundin Dora Kanner gemeinsam unter.
Tagsüber halten sich die beiden Frauen oft bei Elsa Blochwitz auf. Sie leben zunächst vom Erlös ihres Schmuckes, den Blochwitz zum Teil für sie verkauft. Blochwitz unterstützt sie auch mit Lebensmitteln.
Ab Mai 1943 halten sie sich vor allem in einer Ladenwohnung in Prenzlauer Berg auf. Als diese Ende Februar 1945 bei einem Luftangriff zerstört wird, gelingt es den beiden im allgemeinen Chaos, ihre jüdische Identität zu verschleiern und sich als „Bombengeschädigte“ registrieren zu lassen.
Sie fahren nach Havelberg, wo eine Verwandte von Dora Kanner untergetaucht ist. Deren Helfer*innen vermitteln ihnen ein Quartier. Als „Bombengeschädigte“ können sie sich offiziell anmelden und Lebensmittelkarten beziehen.
Nach der Befreiung kehren sie schließlich nach Berlin zurück. Dora Kanner und Margarete Nebel wandern im Januar 1947 nach England aus.
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