Elsa Blochwitz

geb. 9. September 1899 in Dresden – gest. 14. April 1992 in Berlin
Helfer*in
Fotografie: Elsa Blochwitz, um 1988

Elsa Blochwitz lehnt schon früh den Nationalsozialismus ab. Die junge Frau äußert sich kritisch auf öffentlichen Veranstaltungen der NSDAP. In ihrer Wohnung in Berlin arbeitet sie selbständig als Repassiererin, das heißt, sie repariert Seidenstrümpfe. Ab 1937 lebt dort auch ihre Freundin und Kollegin, Margarete Dietrich.
1935 nimmt Blochwitz die jüdischen Schwestern Herta und Käthe Arndt bei sich auf. Käthe Arndt kann 1938 emigrieren. Als Elsa Blochwitz 1941 aufgefordert wird, ihre Untermieterin auf die Straße zu setzen, weigert sie sich. Sie wird gezwungen, an ihrer eigenen Wohnungstür den „Judenstern“ anzubringen. Herta Arndt wird im November 1941 deportiert.
Elsa Blochwitz versteckt dennoch weiter Verfolgte in ihrer Wohnung. Einige kommen regelmäßig tagsüber zu ihr, wie Margarete Nebel und Dora Kanner. Während des Krieges kann sie in ihrer Funktion als Luftschutzwartin Verfolgte in leerstehenden Wohnungen oder in Kellerräumen unterbringen. Ab 1944 nimmt sie Rita Grabowski bei sich auf. Insgesamt hilft sie über 70 Jüdinnen und Juden.
Elsa Blochwitz wird 1960 vom West-Berliner Senat als „Unbesungene Heldin“ und 1965 von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.

zurück

Barrierefreiheit

Ihr Besuch

 

Digitale Barrierefreiheit

Leichte Sprache

Wie barrierefrei ist diese Website?

Erklärung zur Barrierefreiheit

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen
zur Barrierefreiheit dieser Website?

Kontakt zur Ansprechperson

Wo gibt es zusätzliche Informationen
zur Barrierefreiheit im Land Berlin?

Landesbeauftragte für Digitale Barrierefreiheit

+