Als deutsche Truppen im September 1939 Warschau besetzen, arbeitet Irena Kucharzak als Lehrerin in einer jüdischen Schule. Sie ist mit Gena Troman befreundet, die nun als Jüdin verfolgt wird. Als Troman 1940 in das Warschauer Ghetto umziehen muss, unterstützt Kucharzak sie und ihre Familie auf vielfältige Weise. Im Frühjahr 1943 plant Troman die Flucht aus dem Ghetto. Sie bittet Kucharzak, für sie und weitere Verfolgte ein Versteck zu finden. Kucharzak kann eine Vierzimmerwohnung unweit des Ghettos anmieten. Zur Tarnung ist dort offiziell Janina Pawlicka gemeldet. Bis zu 12 Jüdinnen und Juden verstecken sich zeitweise in der Wohnung.
Im Herbst 1943 durchsuchen zwei Deutsche die Wohnung. Die Verfolgten zahlen Bestechungsgelder und können so entkommen. Mit Hilfe einer jüdischen Organisation findet Kucharzak eine andere Wohnung für sie. Auch dort kümmert sich Janina Pawlicka um die Untergetauchten. Manche bleiben bis Herbst 1944 in der Wohnung, andere, wie Marek Edelman, finden dort nur gelegentlich Zuflucht. Drei Jüdinnen versteckt Kucharzak bei sich zuhause.
1969 wird Irena Kucharzak von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet.
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