Marie Grünberg wohnt mit ihrem Mann, dem jüdischen Kaufmann Kurt Grünberg in Berlin-Mitte. Die Ehe gilt als „Mischehe“. Trotzdem wird er im Rahmen des Novemberpogroms 1938 ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Während der „Fabrik-Aktion“ 1943 wird er festgenommen und in das Sammellager in der Rosenstraße gebracht, nach einigen Tagen aber wieder freigelassen, da Marie Grünberg Nichtjüdin ist.
Als Kurt Grünbergs Bruder Martin untertauchen muss und ein Versteck sucht, nehmen Marie und Kurt Grünberg ihn und drei weitere Verfolgte in ihre Wohnung auf. Sie selbst leben in ihrem Wochenendhaus mit einem großen Garten in Berlin-Blankenburg. Als die Luftangriffe auf die Innenstadt immer stärker werden, verstecken sich die Verfolgten auch dort, trotz der Gefahr, die dies besonders für Kurt Grünberg bedeutet. Gelegentlich beherbergt Marie Grünberg auch noch ihren Neffen, Heinz Abrahamsohn. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist schwierig.
Als Ehefrau eines Juden wird sie 1944 vermutlich zur Arbeit in einer Fabrik zwangsverpflichtet.
1984 wird Marie Grünberg von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
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