Theodor Görner führt eine Buch- und Kunstdruckerei in Berlin-Mitte. Gezielt stellt der Sozialdemokrat Jüdinnen und Juden ein, um sie vor Verfolgung zu schützen. Auch als dies verboten wird, beschäftigt Görner weiterhin Jüdinnen und Juden, teils mit gefälschten Papieren. Dabei arbeitet er auch mit Otto Weidt zusammen. Manchen Untergetauchten bietet er kurzzeitig ein Nachtlager im Hinterzimmer der Druckerei an und versorgt sie mit Lebensmitteln. Weil die Werkstatt unter anderem wasserfeste Ausweise für die Wehrmacht druckt, wird sie als kriegswichtig eingestuft.
Im Sommer 1944 inhaftiert die Gestapo Görner nach einer Denunziation für drei Wochen wegen „Judenbegünstigung“. Aufgrund der Kriegswichtigkeit seines Betriebes wird er entlassen. Trotz drohender KZ-Haft besorgt er nach seiner Freilassung weiterhin Lebensmittel und Quartiere für Verfolgte. 1945 wird die Druckerei bei einem Bombenangriff zerstört.
Nach dem Krieg wird Görner für seine mutige Hilfe mehrfach ausgezeichnet: 1959 ehrt ihn der Berliner Senat als „Unbesungenen Helden“, 1967 verleiht ihm die israelische Gedenkstätte Yad Vashem den Titel „Gerechter unter den Völkern“, 1970 erhält Görner das Bundesverdienstkreuz.
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