Ella Deutschkron ist mit dem sozialdemokratischen Studienrat Dr. Martin Deutschkron verheiratet. Als er 1939 noch nach England entkommt, bleibt sie mit der Tochter Inge zurück. Nach Kriegsbeginn können sie ihm nicht mehr folgen.
Ella Deutschkron arbeitet seit 1942 in der Druckerei von Theodor Görner. Er weiß, dass sie Jüdin ist und beschäftigt sie bis 1944 unter dem Namen „Ella Richter“. Mit der Arbeitskarte, die sie in der Druckerei erhält, kann sie Essen in der Kantine kaufen.
Auf Initiative der Familie Gumz tauchen Ella und Inge Deutschkron im Januar 1943 unter und können sich bei dieser verstecken. Als dort eine Nachbarin auf sie aufmerksam wird, kommen Mutter und Tochter einige Nächte bei Otto Ostrowski und seiner Lebensgefährtin Grete Sommer unter. Walter Rieck vermittelt für sie ein neues Quartier bei Lisa Holländer. Bei ihr können sie bis Ende Januar 1944 bleiben, bis die Wohnung bei einem Bombenangriff zerstört wird.
Rieck bringt die Frauen nach Potsdam, wo Ella und Inge Deutschkron unter dem Tarnnamen Richter ein Quartier in einem ehemaligen Ziegenstall mieten. Dort erleben sie das Ende des Krieges. 1946 reisen sie nach England, wo die Familie wieder vereint wird.
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