Elisabeth Holländer

geb. 24. Dezember 1890 in Berlin – gest. 22. April 1986 in Berlin
Helfer*in
Fotografie: Passbild von Lisa Holländer aus ihrem Ausweis als „Opfer des Faschismus“ - Berlin, Oktober 1946

Elisabeth (Lisa) Holländer lebt mit ihrem Mann Paul in Berlin. Da er Jude ist, gilt ihre Ehe nach nationalsozialistischen Kriterien als „Mischehe“. Paul Holländer wird im November 1938 in ein KZ verschleppt und im September 1942 ermordet.
Als Lisa Holländers Schwager Walter Rieck um Hilfe für seine jüdischen Bekannten Ella und Inge Deutschkron bittet, sagt Lisa Holländer ohne zu zögern zu. Im Sommer 1943 nimmt sie die beiden Frauen in ihrer geräumigen Wohnung im „Rosenhof“ in Berlin-Wilmersdorf auf.
Im Januar 1944 wird die Wohnung bei einem Luftangriff zerstört, und die drei Frauen müssen sich eine neue Bleibe suchen. Walter Rieck bringt sie am nächsten Morgen nach Potsdam. Dort kommen sie getrennt unter, aber Lisa Holländer unterstützt die Verfolgten weiterhin. Auf den Rat der Helferin geben sich Inge und Ella Deutschkron in den letzten Kriegsmonaten als Flüchtlinge aus.
1971 wird Lisa Holländer auf Vorschlag von Inge Deutschkron von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. An ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Sächsischen Straße 26 in Berlin-Wilmersdorf erinnert heute eine Gedenktafel an Lisa Holländer.

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