Ursula Meißner wächst in Berlin auf. In den 1930er-Jahren weigert sie sich als einzige in ihrer Klasse erfolgreich, in den BDM (Bund Deutscher Mädel, die weibliche Jugendorganisation in der NS-Zeit) einzutreten.
1943 ist Ursula Meißner Schauspielerin am Berliner Schauspielhaus. Zum Bekanntenkreis ihrer Eltern gehört Curt Weiss, ein Jude, der mit einer nichtjüdischen Frau verheiratet ist. Anfang März 1943 stehen Manfred, Margarete und Konrad Latte vor der Tür, jüdische Verwandte von Weiss aus Breslau. Wegen seiner eigenen Gefährdung wagt er nicht, sie aufzunehmen. So bittet er Ursula Meißner um Quartier für die ihr völlig unbekannte Familie. Sie ist sofort einverstanden. Die Schauspielerin bewohnt allein die große Wohnung ihrer Eltern in Berlin-Prenzlauer Berg. Den Hausbewohnern stellt sie ihre Gäste als „ausgebombte Freunde“ vor. Lattes bleiben mehrere Wochen, bis Nachbar*innen misstrauisch werden.
Nach dem Krieg spielt Ursula Meißner am Theater am Schiffbauer Damm. Konrad Latte beantragt Ursula Meißners Anerkennung als „Gerechte unter den Völkern“ durch die israelischen Gedenkstätte Yad Vashem, die sie 1995 erhält.
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