Agneta von Barkow geb. Richter

geb. 31. März 1907 in Hamburg – gest. 11. Februar 1981 in Eichwalde
Helfer*in
Fotografie: Agneta Richter, um 1935

Agneta Richter studiert nach dem Abitur 1929 in Rostock neuere Sprachen und Kunstgeschichte. Wegen ihrer Abneigung gegen den Nationalsozialismus gerät sie ab 1933 an der Universität in Konflikte. Später arbeitet sie im Kunsthandel, bis sie bemerkt, dass ihre Arbeitgeber beschlagnahmte Werke vertreiben. Daher macht sie sich in Berlin mit einem Geschäft für Kupferstiche selbständig. 1941 gründet sie mit einem staatenlosen russischen Kaufmann eine Familie.
Von ihrer früheren Lehrerin Elisabeth Abegg wird sie im Januar 1943 gebeten, die untergetauchte Modistin Hertha Blumenthal aufzunehmen. Ein halbes Jahr lang kann Agneta von Barkow die Frau verbergen, bis sie selbst im September 1943 von einer Nachbarin wegen „wehrkraftzersetzender“ Äußerungen angezeigt wird. Hertha Blumenthal bringt sich im letzten Moment noch in Sicherheit. Agneta von Barkow wird im September 1943 wegen „Wehrkraftzersetzung“ zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Bis zur Befreiung im April 1945 bleibt sie in Cottbus und Leipzig in Haft. Dabei ist sie in ständiger Sorge um ihre beiden Kinder.
Nach dem Krieg lebt sie als Handelslehrerin in Eichwalde bei Berlin.

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