Die Lehrerin Elisabeth Goldschmidt wohnt in Breslau. Obwohl evangelisch getauft, wird sie im Juni 1933 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft aus dem Schuldienst entlassen. 1942 nehmen die Deportationen in Berlin, wo sie inzwischen lebt, immer mehr zu. Im Dezember 1942 taucht sie unter. Im Januar 1943 hält sie sich bei Maria Gerhard auf, die der Bekennenden Kirche angehört. Durch einen Bekannten bekommt Goldschmidt eine gefälschte Kennkarte auf den Namen Spanner, mit der sie im Februar 1943 nach Heidelberg fährt. Dort und in Baden-Baden hält sie sich bis zum Juni 1943 versteckt. Aus Angst, entdeckt zu werden, kehrt sie nach Berlin zurück. Dort kommt sie in Kontakt mit Luise Meier, die gemeinsam mit anderen Helfern jüdischen Verfolgten zur Flucht in die Schweiz verhilft.
Gemeinsam mit dem ebenfalls untergetauchten Ehepaar Einzig und Luise Meier fährt Elisabeth Goldschmidt am 3. Juli 1943 mit dem Zug nach Singen. Kurz vor der Ankunft wird Bernhard Einzig bei einer Ausweiskontrolle im Zug verhaftet. Die beiden Frauen entkommen dank der Hilfe von Luise Meier und Josef Höfler am 4. Juli 1943 über die Grenze.
Nach dem Krieg bleibt Elisabeth Goldschmidt in der Schweiz.
Erklärung zur Barrierefreiheit