Philip Stern wächst in Berlin auf. Seine Eltern Sofia und Isaak Stern betreiben eine Lederwarenhandlung in der Veteranenstraße. 1935 kommt seine Schwester Hanna zur Welt. Seit der Machtergreifung 1933 wird die jüdische Familie verfolgt. Nach dem Novemberpogrom von 1938 wird Philip Stern nach Ahlem bei Hannover geschickt. Dort besucht er die Israelitische Gartenbauschule, die ihre Schüler*innen auf die Auswanderung nach Palästina vorbereitet. Im Juli 1941 wird sein Vater im KZ Sachsenhausen inhaftiert und dort 1942 ermordet.
Anfang 1942 wird die Israelitische Gartenbauschule geschlossen, und Philip Stern kehrt nach Berlin zurück. Kurz danach wird er zusammen mit seiner Mutter Sofia und Schwester Hanna in das Ghetto von Riga deportiert. Dort leiden sie unter Hunger, Kälte und Krankheiten und müssen Zwangsarbeit verrichten. Außerdem sind sie von sogenannten „Aktionen“ bedroht, bei denen Ghettobewohner*innen willkürlich ermordet werden. Philip Stern stirbt vermutlich bei der Auflösung des Ghettos im November 1943.
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