Sofia Stern geb. Fleiß

geb. 5. Mai 1908 in Bojan (Bojany) – gest. 27. Juli 1970 in Tel Aviv
Verfolgte*r
Fotografie: Sofia Stern, Riga 1945

Sofia Fleiß wächst in Berlin auf. 1927 heiratet sie Isaak Stern. Sie bekommen zwei Kinder – Philip und Hanna. Das Ehepaar betreibt eine Lederwarenhandlung. Nach dem Novemberpogrom von 1938 wird das Geschäft der jüdischen Familie beschlagnahmt, die Sterns verlieren ihre Lebensgrundlage. Vergeblich versuchen sie, nach Chile auszuwandern. Im Juli 1941 wird Isaak Stern im KZ Sachsenhausen inhaftiert und dort 1942 ermordet.
Im Januar 1942 wird Sofia Stern mit ihren Kindern in das Ghetto von Riga deportiert. Nach der Auflösung des Ghettos im November 1943 verliert sie den Kontakt zu ihrem Sohn. Kurz danach werden Sofia und Hanna Stern in das KZ Kaiserwald verschleppt. Sie müssen Zwangsarbeit in einem Außenkommando verrichten. Der Zwangsarbeiter Zeligs Šmuļjans vermittelt Stern den Kontakt zu Jānis Lipke, der bereits anderen Gefangenen geholfen hat. Lipke organisiert die Flucht von Sofia und Hanna Stern aus dem Lager und versteckt die beiden auf dem Bauernhof der Familie Millers bei Dobele. Sie leben dort zusammen mit zwölf weiteren Verfolgten bis zur Befreiung im Oktober 1944. Nach Kriegsende bleiben Sofia und Hanna Stern zunächst in Riga. 1950 wandern sie nach Israel aus.

zurück

Barrierefreiheit

Ihr Besuch

 

Digitale Barrierefreiheit

Leichte Sprache

Wie barrierefrei ist diese Website?

Erklärung zur Barrierefreiheit

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen
zur Barrierefreiheit dieser Website?

Kontakt zur Ansprechperson

Wo gibt es zusätzliche Informationen
zur Barrierefreiheit im Land Berlin?

Landesbeauftragte für Digitale Barrierefreiheit

+