Hanna Stern wohnt mit ihren Eltern Isaak und Sofia und dem älteren Bruder Philip in Berlin-Mitte. Seit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten1933 wird die jüdische Familie verfolgt. Weil sie ihr Geschäft und somit ihre Lebensgrundlage verlieren, müssen sie 1938 zu Hannas Tante ziehen. Im Juli 1941 wird Isaak Stern im KZ Sachsenhausen inhaftiert und dort 1942 erschossen.
Im Januar 1942 werden Hanna, Philip und Sofia Stern in das Ghetto von Riga deportiert. Ihren Bruder sieht Hanna das letzte Mal im November 1943 bei der Auflösung des Ghettos. Kurz danach wird Hanna mit ihrer Mutter in das KZ Kaiserwald gebracht. Da dort keine jüngeren Kinder aufgenommen werden, gibt die Mutter Hanna als 13-Jährige aus. Beide verrichten Zwangsarbeit in einem Außenkommando. Mit Hilfe von Jānis Lipke gelingt ihnen die Flucht. Hanna ist so krank und abgemagert, dass sie nicht laufen kann. Lipke muss sie auf dem Rücken tragen. Er versteckt die beiden auf dem Bauernhof der Familie Millers bei Dobele. Sie leben dort im Keller zusammen mit zwölf weiteren Verfolgten. Bis zur Befreiung im Oktober 1944 dürfen sie das Versteck nicht verlassen. 1950 wandern Sofia und Hanna Stern nach Israel aus.
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