Mohamed (Mod) Helmy zieht 1922 aus Kairo nach Berlin, um Medizin zu studieren. Seit 1932 arbeitet er an einem Krankenhaus in Berlin-Moabit. Als Ägypter und Muslim gilt er den Nationalsozialisten als „Nichtarier“, kann jedoch weiter praktizieren. 1937 wird sein Vertrag nicht verlängert, und er eröffnet eine Privatpraxis. Viele seiner Patient*innen sind Jüdinnen und Juden.
1939 werden Helmy und neun weitere ägyptische Staatsbürger festgenommen. Damit soll die Entlassung von Deutschen erzwungen werden, die von den Briten in Ägypten inhaftiert worden sind. 1940 kommt er vorzeitig frei. Ab 1942 darf er wieder praktizieren.
Als seine Patientin Anna Boros im März 1942 deportiert werden soll, nimmt Helmy die 16-Jährige bei sich auf und stellt sie als angebliche ägyptische Arzthelferin in seiner Praxis ein. Auch Verwandte von Boros unterstützt er mit Lebensmitteln und Verstecken. Seine Patientin Frieda Szturmann hilft ihm dabei.
1944 wird Helmys Wohnung durchsucht. Er gibt Anna Boros nun als seine Nichte aus und findet für sie vorübergehend weitere Unterkünfte in Berlin und Dresden.
1962 wird Mod Helmy als „Unbesungener Held“ und 2013 posthum als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt.
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