Henry Landes führt ein Fleischergeschäft in Luckenwalde. Hans Winkler, Justizangestellter am Amtsgericht, ist ihm bei der Buchführung behilflich. 1937 tritt Landes in die NSDAP ein, da er sonst berufliche Nachteile befürchtet.
Er wird zur Wehrmacht eingezogen und im benachbarten Jüterbog eingesetzt. Auf seiner Dienststelle hat er Zugang zu Papier und Ausweisen. Er entwendet Tausende Blatt Papier für die Flugblattherstellung der Widerstandsgruppe Gemeinschaft für Frieden und Aufbau. Außerdem besorgt er Blanko-Ausweise, die für die Herstellung gefälschter Papiere für Untergetauchte benötigt werden. Zudem spendet er Bargeld.
Landes weiß, dass Winklers den 17-jährigen Eugen Herman verstecken. Er unterstützt ihn mit Lebensmitteln. Als im September 1943 Werner Scharff und Fancia Grün nach ihrer Flucht aus dem Ghetto Theresienstadt nach Luckenwalde kommen, versorgt Landes sie mit Lebensmitteln und Quartieren.
Im Dezember 1944 wird Henry Landes verhaftet. Er wird wegen „Hoch- und Landesverrats“ angeklagt. Der Prozess vor dem „Volksgerichtshof“ soll am 23. April 1945 stattfinden. Da an diesem Tag die Rote Armee Potsdam erreicht, findet der Prozess nicht mehr statt. Henry Landes kommt frei.
Erklärung zur Barrierefreiheit