Eugen Herman lebt mit seiner Mutter Anja Friede und seinem Stiefvater Julius Friede in Berlin. Von 1936 bis zu ihrer Schließung im Juni 1942 besucht er die Jüdische Mittelschule. Danach leistet der 16-Jährige Zwangsarbeit auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee. Ende Januar 1943 taucht er unter. Julius Friede kann ihm dabei helfen, weil er kein Jude ist. Er meldet ihn als vermisst und vermittelt ein Versteck bei einem Tankwart. Danach kommt Eugen Herman bei Familie Horn unter. Mehrfach wechselt er das Quartier. Im August 1943 kommt er zu Winklers nach Luckenwalde bei Berlin. In der Uniform der „Hitler-Jugend“ des Sohnes Horst kann er sogar bei Tage das Haus verlassen. Ab April 1944 lebt er in der Luckenwalder Pension, in der auch seine Eltern untergetaucht sind.
Eugen Herman beteiligt sich aktiv an den Widerstandsaktionen der Gemeinschaft für Frieden und Aufbau. 1944 spürt die Gestapo Mitglieder der Gruppe auf und nimmt auch Eugen Herman und seine Eltern fest. Es folgt eine Odyssee durch Berliner Gefängnisse. Kurz vor Kriegsende, am 23. April 1945, seinem 19. Geburtstag, wird Eugen Herman aus dem Gefängnis in der Großen Hamburger Straße 26 entlassen.
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