Michael Schedlbauer ist von 1919 bis zum Verbot der Partei 1933 Mitglied der SPD. 1939 zieht er mit seiner Frau Martha und seiner Tochter nach Luckenwalde, weil er die Kantine des Kriegsgefangenenlagers Stalag III A als Pächter übernimmt.
Schedlbauer ist grundlegend gegen den Krieg eingestellt. Als Hans Winkler ihm von der Gemeinschaft für Frieden und Aufbau erzählt, schließt er sich der Widerstandsgruppe an und unterstützt sie auch finanziell. In seiner Kantine gibt er Essen für Verfolgte aus. Die bei Günter Naumann versteckt lebenden Arthur und Gertrud Joachim erhalten dort täglich eine warme Mahlzeit. Eine untergetauchte Jüdin lebt für zwei Wochen in der Wohnung von Michael Schedlbauer. Treffen von Hans Winkler, Werner Scharff und weiteren Mitgliedern der Gemeinschaft für Frieden und Aufbau finden in der Kantine statt. Schedlbauer gelingt es, innerhalb des Lagers gleichgesinnte Soldaten für die Gruppe zu werben.
Nach Winklers Verhaftung im Oktober 1944 verbrennt Schedlbauer alle bei ihm versteckt gehaltenen Ausweise der Widerstandgruppe. Er wird am 11. Dezember 1944 verhaftet. Der für Ende April 1945 angesetzte Prozess findet nicht mehr statt. Michael Schedlbauer überlebt.
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