Im Jahr 1928 heiratet Charlotte Krause in Berlin Reinhold Großmann. Im selben Jahr tritt sie in die KPD ein. 1931 wird ihre Tochter Sonja geboren.
Auf einer Urlaubsreise an die Ostsee lernen Großmanns die jüdische Malerin Gertrude Sandmann kennen. Auch nach 1933 halten sie den Kontakt mit ihr aufrecht. Als die Künstlerin am 21. November 1942 untertauchen muss, wendet sie sich hilfesuchend an Großmanns. Sie nehmen sie in ihrer kleinen Wohnung in Berlin-Treptow auf.
Charlotte Großmann arbeitet seit 1941 im Lebensmittelgeschäft von Verwandten. Das hilft ihr, Gertrude Sandmann mitzuernähren. Die Situation ist gefährlich, denn im Mietshaus der Großmanns wohnt ein überzeugter Nationalsozialist. Bei Luftangriffen darf Gertrude Sandmann wegen der misstrauischen Nachbarn nicht mit in den Keller. Sie muss aufpassen, dass der Luftschutzwart sie bei seinem Kontrollgang durch die Wohnungen nicht entdeckt.
Ab Sommer 1944 kommt Gertrude Sandmann in einer Gartenlaube am Stadtrand von Berlin unter.
2015 wird Charlotte Großmann von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt.
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