Reinhold Großmann lebt mit seiner Frau Charlotte und seiner Tochter Sonja in Berlin. Seit 1919 ist er Mitglied der KPD. Bis 1933 arbeitet er als Abteilungsleiter im Kosmos-Verlag, der der KPD nahesteht. Großmann beteiligt sich an antifaschistischen Aktionen und stellt Handzettel her, die zum Widerstand gegen das NS-Regime aufrufen. Auch hilft er dem früheren kommunistischen Stadtrat Albert Schwarz und seiner Familie, ins Ausland zu entkommen.
Als die mit der Familie befreundete jüdische Malerin Gertrude Sandmann im November 1942 untertauchen muss, um der Deportation zu entgehen, wendet sie sich hilfesuchend an Großmanns. Sie nehmen die Verfolgte in ihrer kleinen Wohnung auf.
Bei Luftangriffen darf Gertrude Sandmann wegen der misstrauischen Nachbarn nicht mit in den Keller. Sie muss aufpassen, dass der Luftschutzwart sie bei seinem Kontrollgang durch die Wohnungen nicht entdeckt. Als die Situation bei Großmanns im Juni 1944 aufgrund der Bombenangriffe zu gefährlich wird, findet Sandmanns Lebensgefährtin Hedwig Koslowski ein weiteres Versteck für sie.
2015 wird Reinhold Großmann von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechter unter den Völkern“ anerkannt.
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