Der jüdische Frauenarzt Dr. Benno Heller hat eine gynäkologische Praxis in Berlin. Seine nichtjüdische Frau Irmgard unterstützt ihn als Arzthelferin. Beide sind überzeugte Kommunisten, auch wenn sie sich nach einem Besuch in der Sowjetunion aus der aktiven Mitarbeit in der KPD zurückziehen.
Ab Juli 1937 darf Benno Heller sich nur noch „Krankenbehandler“ nennen und ausschließlich jüdische Patientinnen behandeln. Trotzdem besuchen auch viele nichtjüdische Frauen weiterhin ihren Arzt „über die Hintertreppe“.
Für zahlreiche jüdische Frauen im Untergrund wird Hellers Praxis 1942 zu einer wichtigen Anlaufstelle. Zusammen mit seiner Frau versorgt der Frauenarzt viele untergetauchten Jüdinnen, betreut sie medizinisch und vermittelt Verstecke. In ihrer Wohnung, die zugleich auch Praxis ist, halten die Hellers darüber hinaus zeitweise auch selbst Verfolgte versteckt. Die untergetauchte Eva Deutschkron vermitteln sie als Pflegerin zu einer nichtjüdischen Patientin.
Am 23. Februar 1943 wird Heller nach der Anzeige einer geistig verwirrten jüdischen Verfolgten festgenommen und in verschiedenen Konzentrationslagern gefangen gehalten. Seit 1945 fehlt jede Spur von ihm.
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