Ruth Fromm zieht Anfang der 1930er-Jahre nach Berlin, weil sie ihre Ausbildung als Schneiderin abschließen will. 1939 heiratet sie Walter Abraham, einen Kaufmann in der Möbelbranche.
Als im Juli 1942 ihre Eltern aus Berlin deportiert werden, ist Ruth Abraham schwanger. In der Nacht zum 19. Januar 1943 hilft der jüdische Arzt Benno Heller bei der Geburt ihres Kindes Reha. Kurz danach will Familie Abraham untertauchen.
Entscheidende Ermutigung und Hilfe bekommt Ruth Abraham von der ihr vorher unbekannten Berlinerin Maria Nickel, die sie auf dem Weg zur Zwangsarbeit anspricht. Abrahams erhalten von ihr einen Postausweis und den Führerschein ihres Mannes Willi Nickel. Zunächst können sie auf dem Lande östlich der Oder in einer Hütte versteckt leben. Als sie von einer Polizeistreife kontrolliert werden, erregen ihre Papiere Verdacht, doch Abrahams entkommen während der Überprüfung.
Danach muss sich die Familie trennen. Ruth und Reha Abraham finden ein Versteck in Neudamm (heute Dębno in Polen). Trotz der Entfernung und Gefahr entdeckt zu werden, treffen die drei sich regelmäßig.
1947 wandert Familie Abraham nach New York City aus. Ruth Abraham bleibt lebenslang mit Maria Nickel befreundet.
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