Maria Rimkus geb. Rehm

geb. 22. Mai 1910 in Berlin – gest. 21. Januar 2001 in Berlin
Helfer*in
Fotografie: Porträt von Maria Nickel, Berlin, um 1930

Die Hausfrau Maria Nickel lebt mit ihrem Mann Willi und ihren zwei Söhnen in Berlin. Willi Nickel ist Kraftfahrer. Während des Krieges beobachtet Maria Nickel in der Nähe ihrer Wohnung, wie jüdische Zwangsarbeiterinnen zur Arbeit gehen. Sie will helfen.
Nickel bietet spontan einer schwangeren Frau ihre Hilfe an. Ruth Abraham reagiert zunächst misstrauisch, doch dann fasst sie Vertrauen, und die beiden Frauen freunden sich an. Ruth Abraham und ihr Mann Walter wollen nach der Geburt ihres Kindes untertauchen. Maria Nickel stellt ihren Postausweis für Ruth Abraham zur Verfügung. Walter Abraham gibt sie den Führerschein ihres Mannes.
Bei einer Kontrolle ihrer Papiere gelingt der Familie Abraham die Flucht. Sie warnen Maria Nickel telefonisch. Kurz darauf bekommt diese eine Vorladung zur Gestapo. Beim Verhör behauptet sie, dass sie Ruth und Walter Abraham nicht kennt. Die Gestapo droht nun, ihr die Kinder wegzunehmen, falls man ihr „Judenbegünstigung“ nachweisen könne. Dennoch unterstützt sie die Familie weiter.
Maria Nickel, später Maria Rimkus, wird als „Unbesungene Heldin“ geehrt und 1953 als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Sie bleibt lebenslang mit Ruth Abraham befreundet.

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