Ludwig Lichtwitz

geb. 11. Juli 1903 in Berlin – gest. 7. Januar 1961 in Berlin
Verfolgte*r
Fotografie: Ludwig Lichtwitz, Passfoto aus seiner Akte zur Anerkennung als „Opfer des Faschismus“, Berlin, August 1946

Der Druckereibesitzer Ludwig Lichtwitz lebt mit seiner nichtjüdischen Frau Wally in Berlin. Ihre „Mischehe“ gilt jedoch nicht als „privilegiert“, daher muss er einen gelben Stern tragen. 1939 wird Lichtwitz gezwungen, seine Druckerei unter Wert zu verkaufen.
Ludwig Lichtwitz leistet Zwangsarbeit für die Reichsbahn. Im Winter 1942/43 taucht er unter. Zusammen mit Cioma Schönhaus richtet er eine Fälscherwerkstatt in Berlin-Moabit ein. Werner Scharff tarnt den Laden nach außen mit Elektromaterial. Lichtwitz trägt den Tarnnamen Langenbach. Über Schönhaus steht er in Kontakt mit dem Helferkreis um Franz Kaufmann. Als dieser Kreis auffliegt, wird auch Lichtwitz im September 1943 von der Gestapo festgenommen und in der Großen Hamburger Straße inhaftiert.
Am 23. November 1943 gelingt ihm mit seinem Mithäftling Konrad Latte die Flucht. Lichtwitz lebt nun wieder „illegal“, hält aber weiter Kontakt zu Latte und Scharff. Konrad Latte vermittelt ihm den Kontakt zu Ruth Andreas-Friedrich. Als Mitglied der Widerstandsgruppe Onkel Emil fälscht er erneut Papiere für andere Verfolgte.
Ludwig Lichtwitz überlebt und baut später wieder eine eigene Druckerei auf.

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