Die aus dem Elsass stammende Margrit Dobbeck lebt als selbständige Schneiderin in Berlin. Die gläubige Katholikin lehnt das NS-Regime ab.
Ab Anfang 1943 nimmt sie mehrere geflohene Berliner Jüdinnen und Juden bei sich auf. Sie kann auf die Mithilfe ihres Nachbarn Philipp Schmitt vertrauen. Gemeinsam schützen sie ab Juni 1943 auch das jüdische Ehepaar Gertrud und Emil Stargardter, die diese Adresse über die Quäkerin Elisabeth Abegg erhalten haben.
Nach einer Denunziation zieht Margrit Dobbeck im Sommer 1943 nach Mülhausen (Mulhouse) im Elsass. Dorthin folgen ihr zwischen August und November 1943 auch vier Verfolgte, die von Dobbeck und ihren elsässischen Verwandten und Bekannten geschützt werden. Sie hat weiterhin Kontakt zum Berliner Helferkreis um Elisabeth Abegg und nimmt vorübergehend auch die elfjährige Susanne Manasse und deren Pflegemutter Liselotte Pereles in Mülhausen auf. Beide kehren später in den Berliner Raum zurück. Vier von Dobbecks Schützlingen werden im November 1944 durch amerikanische Truppen im Elsass befreit.
Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem zeichnet Margrit Dobbeck 2013 posthum als „Gerechte unter den Völkern“ aus.
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