Der Arzt Fritz Kahl wohnt mit seiner Frau Margarete und ihren drei Söhnen in Frankfurt am Main. Zunächst interessiert er sich für nationalsozialistische Ideen. Seit 1932 lehnt er den Nationalsozialismus entschieden ab.
1938 zieht Familie Kahl in ein Haus im Frankfurter Westend, wo auch die Praxisräume untergebracht werden. In der Umgebung leben noch zahlreiche jüdische Familien. Kahls werden nun Anlaufstelle für bedrängte jüdische Bekannte. Fritz Kahl behandelt weiter seine jüdischen Patient*innen. Im Juli 1941 teilt ihm die „Reichsärztekammer“ mit, dass die ihm zustehende Lebensmittelzulage gestrichen wird, weil er Jüdinnen und Juden behandelt habe.
Anfang 1943 bittet ihn seine jüdische Patientin Eva Müller um Hilfe. Ihr Verlobter Robert Eisenstädt braucht ein Versteck. Fritz und Margarete Kahl nehmen den Verfolgten bei sich auf. Ende Februar 1943 verhelfen Kahls zusammen mit anderen dem Paar zur Flucht in die Schweiz.
Im März 1943 verstecken Kahls auch Eva Müllers Schwester Berta. Für ihre Flucht nach Wien besorgt Fritz Kahl ihr einen gefälschten Ausweis. 2006 wird Kahl von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt.
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