Robert Eisenstädt

geb. 25. Juli 1919 in Frankfurt am Main – gest. 17. Februar 1996 in Salt Lake City, Utah
Verfolgte*r
Fotografie: Robert Eisenstädt, Schweiz, nach 1945

Im September 1938 verliert der 19-jährige Robert Eisenstädt seinen Arbeitsplatz, weil er Jude ist. Während des Novemberpogroms zwei Monate später wird er im KZ Buchenwald inhaftiert, am 16. Februar 1939 entlassen. Danach leistet er Zwangsarbeit in einer Matratzenfabrik in Frankfurt am Main. Dort lernt er die Jüdin Eva Müller kennen, mit der er sich bald verlobt.
Im Mai 1942 wird er mit seiner Familie nach Lublin deportiert. Zwei Monate später gelingt ihm die Flucht aus dem KZ Majdanek. Nach seiner Rückkehr in Frankfurt kann er sich bei Eva Müller verstecken.
Zeitweilig hält sich Eisenstädt auch in Hanau bei der nichtjüdischen Familie Waider auf. Hans Waider, der Freund seiner Schwester Martha, besorgt einen Wehrmachtsausweis, in den Fritz Kahl ein Foto von Robert Eisenstädt einfügen lässt.
Anfang 1943 wird Eisenstädt einige Zeit von Fritz und Margarete Kahl versteckt. Das Ehepaar plant zusammen mit anderen Helfern für ihn und Eva Müller die Flucht in die Schweiz. Am 21. Februar 1943 gelingt es ihnen, die Grenze zu überwinden. Eisenstädt erholt sich nur langsam von den Strapazen. Im Juli 1943 wird ihre Tochter Maria Adina in Basel geboren. 1947 emigriert die Familie nach New York.

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