Berta Müller lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in Prešov in der Tschechoslowakei. 1928 zieht die jüdische Familie nach Frankfurt am Main. Dort macht Müller eine Ausbildung im Kunstgewerbe. Ab 1940 leistet sie Zwangsarbeit und bleibt vorläufig noch von den Deportationen verschont. Ende 1942 plant sie gemeinsam mit ihrer Schwester Eva Müller und deren Verlobtem Robert Eisenstädt die Flucht in die Schweiz. Als es im Februar 1943 soweit ist, entscheidet sie sich gegen die gefährliche Flucht. Im März 1943 wird Berta Müller aufgefordert, sich bei der Gestapo zu melden. In letzter Minute bittet sie ihren nichtjüdischen Arzt Dr. Kahl um Hilfe. Einige Wochen kann sie sich bei Margarete und Fritz Kahl verstecken. Dr. Kahl besorgt einen gefälschten Ausweis, mit dem sie nach Wien entkommt.
Von Wien aus will sie nach Budapest gelangen. Der Plan scheitert, weil ihre Kennkarte nicht genügt, um die Reichsgrenze zu passieren. In Wien findet sie Arbeit und Quartiere, doch ohne polizeiliche Anmeldung droht ständig Gefahr, entdeckt zu werden. Viele Nächte verbringt sie im Prater, am Donauufer oder in der Eisenbahn.
Berta Müller überlebt. Nach dem Krieg wandert sie in die USA aus.
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