Eva Furth geb. Heilmann

geb. 16. Februar 1920 in Berlin – gest. 28. November 2002 in Berlin
Helfer*in
Fotografie: Eva Heilmann in der „Uniform“ des Reichsarbeitsdienstes, um 1940

Eva Heilmann lebt mit ihren Eltern und drei Geschwistern in Berlin. Ihr Vater Ernst Heilmann ist ein prominenter SPD-Politiker und jüdischer Herkunft. Am 26. Juni 1933 wird er festgenommen. Eva Heilmann muss kurz darauf die Schule wechseln. 1939 legt sie ihr Abitur ab. Da ihr Vater KZ-Häftling und Jude ist, gilt sie als „politisch unzuverlässig“ und darf nicht studieren. Sie leistet den Arbeitsdienst ab und absolviert eine Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin. Danach arbeitet sie im Labor einer Berliner Firma.
Heilmanns erleben im Familien- und Freundeskreis die Verfolgung der Jüdinnen und Juden. Eva Heilmann, ihre Mutter Magdalena und ihr Bruder Peter sind in vielfältige Aktionen eingebunden, um Untergetauchte zu unterstützen. In ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg nehmen sie Verfolgte auf, unter ihnen das jüdische Ehepaar Eva und Martin Deutschkron sowie Gerd Ehrlich und Ernst Schwerin. 1944 macht Eva Heilmann nur deshalb ihre Fahrprüfung, damit sie den Führerschein einer Untergetauchten geben kann.
Seit 2023 erinnert ein Wandgemälde in Berlin an die Familie Heilmann und ihren Widerstand.

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