Peter Heilmann

geb. 18. August 1922 in Berlin – gest. 13. Februar 2003 in Berlin
Verfolgte*r und Helfer*in
Fotografie: Peter Heilmann vor der Möckernbrücke in Berlin, um 1943

Peter Heilmann lebt mit seinen Eltern und drei Geschwistern in Berlin. Ab 1932 besucht er das evangelische Gymnasium zum Grauen Kloster, das er 1938 als „Mischling 1. Grades“ verlassen muss. Sein Vater, der SPD-Politiker Ernst Heilmann, wird bereits im Frühjahr 1933 verhaftet und Anfang April 1940 im KZ Buchenwald ermordet.
Heilmanns erleben im Familien- und Freundeskreis die Verfolgung der Jüdinnen und Juden. Peter Heilmann, seine Mutter Magdalena und seine Schwester Eva sind in vielfältige Aktionen eingebunden, um Untergetauchte zu unterstützen. In ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg nehmen sie Verfolgte auf, unter ihnen das jüdische Ehepaar Eva und Martin Deutschkron und die jungen Flüchtlinge Gerd Ehrlich und Ernst Schwerin. Auch Else Behrend-Rosenfeld findet Zuflucht bei Heilmanns. Für sie organisiert Peter Heilmann einen Postausweis auf den Tarnnamen „Martha Schröder“.
Peter Heilmann selbst wird im Herbst 1944 zur Organisation Todt (OT) eingezogen und in einem OT-Lager bei Zerbst interniert. Von dort gelingt ihm im Februar 1945 die Flucht. Er kehrt nach Berlin zurück, wo ihn seine Freundin Hella Gorn bis Kriegsende versteckt.

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